Der Corona Clan

Woche für Woche kam in den 80zigern der Denver Clan ins Haus, mit dem Edelmann Blake Carrington, der schon rein optisch an Dr. Reiner Fuellmich erinnert – und dem Biest Alexis. Wenn Rainer Fuellmich Blake Carrington sein soll, ist dann Viviane Fischer die gemeine Alexis. Für die Fuellmich Fans scheint dies jedenfalls so zu sein, denn angeblich hat Viviane Fischer den Corona Ausschuss gesprengt, weil sie wegen der sog. Unstimmigkeiten an die Öffentlichkeit ging.

Ja, Trennungen sind immer hart. Auch dies kennen wir aus den 80er Jahren, ob es Kajagoogoo war, wo sich Limahl dann selbstständig machte, oder Modern Talking, wo Dieter Bohlen mit Blue System und einer Horrorstimme an den Start ging. Alle Fälle hatten aber eine Gemeinsamkeit, zusammen waren sie weit erfolgreicher als alleine.

Von dem Verfahren gegen den Verbrauchersanwalt Reiner Fuellmich wird viel berichtet. Gespannt hört man zu, teilweise haben wir es da mit einer emotionalen Berichterstattung zu tun, auf der anderen Seite mit einer sachlichen Berichterstattung. Es geht um den Vorwurf der Untreue. Dies bedeutet, dass jemand eine Vermögens Betreuungspflicht hat und dieser nicht nachgekommen ist. Mit anderen Worten, man hebt das Geld für andere Menschen auf und gibt es dann zurück, ähnlich wie beim Vermieter und der Kaution.

Hinsichtlich einer möglichen Verurteilung hat der Verbraucheranwalt Fuellmich jedoch schon vorgearbeitet und seinen Fans erzählt, der Untreue Tatbestand, der käme doch aus der Nazi Zeit, dies habe vor Gericht doch überhaupt nichts zu suchen, diese Strafvorschrift sei aus der Nazi-Zeit und daher gar nicht anwendbar. Da frage ich mich doch, was würde denn Fuellmich sagen, wenn sein Vermieter seine Kaution verjubeln würde, würde er dann auch immer noch Nazi Nazi schreien und das Recht sei unsinnig – wohl kaum

Tatsache ist noch folgendes, als Anwalt kenne ich das sehr gut bei Gesellschaften, dort gibt es immer zwei Problemfälle: der erste Fall ist, wenn es zu wenig Geld in der Kasse gibt und der zweite Fall ist, wenn zu viel Geld in der Kasse ist. Ebenso beim Corona Ausschuss. Bei dem Streit um die Corona Spenden und die Gold-Nuggets, die bei der Degussa Bank hinterlegt worden sind, streiten sich jetzt die Protagonisten. Zwei von ihnen hatten sowieso relativ wenig mitgemacht im Corona Ausschuss und saßen eher gelangweilt herum.

Welches Geld nun wohin zurückzuführen ist, ist die große Frage. Ich hatte dazu bereits ein Video gemacht. Meiner Ansicht nach ist es tatsächlich so, dass das Geld an den ursprünglichen Corona Ausschuss zurückgezahlt werden muss, weil das Wettbewerbsrecht nicht ausgeschlossen worden ist. Mit anderen Worten: zwei Leute haben einfach das gemacht, was man am Anfang zu viert begonnen hatte und das ist schlichtweg wettbewerbswidrig. Dieser Meinung hat sich offensichtlich mittlerweile auch Viviane Fischer angeschlossen, was Roger Bittel in einem Video so kommentierte, dass Viviane Fischer doch nun nicht wirklich glauben würde, dass man mit den anderen beiden (gemeint sind Antonia Fischer und Dr. Justus Hofmann) jetzt weitermachen könne oder will. Dabei ist dies keine Frage des Willens oder des Könnens, sondern rein eine Frage des Rechts, wo das Geld eigentlich hingehört.

UPDATE: die Ausführungen zum Wettbewerbsrecht sind falsch! Das Wettbewerbsrecht wurde ausgeschlossen. Dies belegt der Vertrag, hier zu finden:

https://2020news.de/wp-content/uploads/2023/11/Satzung-Sitftung-Corona-Auschuss-Vorschalt-gUG-X-1.pdf

Dies bedeutet, dass jedenfalls das Geld an die erste Gesellschaft zurückgeführt werden muss, was in der Zeit des ersten Aussschuss reingekommen ist. Meiner Kenntnis nach bezieht sich dies eben auch auf die Zeit, als die sog. Wertspeicher eingerichtet wurden, also das Gold und das Geld welches in das Haus gesteckt wurde. In der Sendung zur Zeugenbefragung Antonia Fischer (https://www.youtube.com/watch?v=_OXkKPWq1xg) wird gesagt, dass das Geld für den Hausverkauf auf das Konto von Fuellmichs Frau überwiesen werden sollte – dies hat zumindest mach ein Geschmäckle, kann aber auch als Indiz dafür genommen werden, dass Fuellmich das Geld nicht zurückführen wollte.

Das vermögensrechtliche Fragen auch Teil von Strafprozessen sind, ist dabei überhaupt nicht ungewöhnlich. Man denke beispielsweise an den Straftatbestand des Betruges. Hier handelt es sich, tatbestandlich um eine Täuschung, die dann zu einem Irrtum bei dem Opfer führt, welches dann (freiwillig) über sein Vermögen verfügt und kausal darauf basierend einen Vermögensschaden erleidet. Diesbezüglich stellen sich Fragen hinsichtlich des Themenkomplexes der sogenannten „Class Action“ Sammelklage von Rainer Fuellmich.

Die Menschen überwiesen 800 € zuzüglich Steuern, um der großen Klage gegen den PCR Test beitreten zu können. Nach ganz überwiegender juristischer Auffassung eine Klage, die vermutlich nie angenommen wird, da der PCR Test nicht kausal für das Handeln der verantwortlich Regierung ist und daher eine Produkt Haftungsklage von Anfang an ausschalten dürfte – auch diesbezüglich hatte ich mich schon geäußert.

Anders hingegen als die Staatshaftungsklage, die Rainer Fuellmich meiner Ansicht nach zu Unrecht von Anfang an verneinte. Da kann ich leider nur vermuten, dass Fuellmich die Staatshaftung deshalb ausgeschlossen hat, weil sich sonst ja keine Mandanten für seine PCR Sammelklage gefunden hätten – aber das ist nur meine Meinung. Im Raum steht natürlich auch die Frage des Vorsatzes. Dies bedeutet das Fuellmich bei der Täuschung der Leute, er könne eine solche Klage für sie international platzieren, in dem Bewusstsein gehandelt haben müsste, dass diese Klage schlichtweg unmöglich ist. Dies wird man vermutlich schwerlich belegen können. Es kommt dazu, dass man sich den Vertragsinhalt genauer anschauen muss.

Dort ist nämlich nur von gegebenenfalls Klage die Rede, alles andere sind reine Vorbereitungshandlungen. Diese Vorbereitungshandlung könnten auch in der Arbeit des Corona Ausschusses oder in der Arbeite des ICIC zu sehen sein – hier einen Betrug zu unterstellen ist schwierig. Ich würde aber schon sagen, dass nach dem Vertragsinhalt und einem angeblich international so erfahrenden Anwalt, als der Fuellmich sich dargestellt hat, jedenfalls ein bedingter Vorsatz unterstellt werden könnte. Dies ist aber nicht die Fragestellung in der aktuellen Verfahren in Göttingen.

Gespannt wird der Prozess in Göttingen nun beobachtet von den ehemaligen Fans des Corona Ausschuss. Viele „Fans“ bemängeln, dass Viviane Fischer damit den Corona Ausschuss geschädigt habe, dass sie mit den Informationen über die „Unstimmigkeiten“ an die Öffentlichkeit gegangen ist. Hätte Viviane Fischer dies aber nicht getan, wäre wahrscheinlich niemals ans Tageslicht gekommen, wie viele Millionen die Menschen gespendet hatten für eine einfache Internet Sendung, die sehr interessant war, aber man muss sich doch tatsächlich fragen, ob diese Sendung wirklich die Millionen wert gewesen ist.

Während die ersten Sendungen sich noch mit dem Thema Corona und den Einzelheiten der Pandemie beschäftigte, war es dann in den nachfolgenden Sendungen, jedenfalls nach der Katastrophe im Aartal so, dass immer mehr Verschwörungstheorien und angebliche weltweite Zusammenhänge eingebracht worden sind, die mit der Sache an sich überhaupt nichts mehr zu tun gehabt haben. Nun, wenn eine Sache super läuft, jedenfalls finanziell, da bläht man so etwas gerne mal unnötig auf – wie bei TV Serien. Inzwischen sind fünf Stunden Sendung schlichtweg zu viel und oft auch ziemlich langweilig, ohne den „Cowboy“ Fuellmich. Wie Kajagoogoo ohne Limahl eben.

Nun kann man sich natürlich auf den Standpunkt stellen, einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul. Das bedeutet, ob da nun drei oder zehn Millionen umgesetzt worden sind, spielt doch letzten Endes gar keine Rolle. Man kann sich aber auch auf den Standpunkt stellen, dass, wenn Menschen immer von der großen Menschheitsfamilie und vom Zusammenhalt reden, sich zumindest aus diesen horrenden Summen der Spendengelder auch eine moralische Verpflichtung ergibt andere zu unterstützen, die nicht diese Hunderttausenden bekommen haben und genau dies ist es, was die Mehrheit der Menschen inzwischen gemerkt hat, dass mit der Coronakrise Geld verdient worden ist. Die Profiteure der Krise, dies war in dem Fall eben auch der Corona Aussschuss selbst.

Die Macher des Ausschusses, die ganz erheblich von den Spendengeldern profitierten, sahen es als keinerlei moralische Verpflichtung an, vielleicht andere Aktivisten, die weniger Geld oder gar kein Geld bekommen hatten, zu unterstützen. Viel mehr ging es darum, wie man das Geld wie ein Hamster in einem „Wertspeicher“ unterbringen konnte, um es vor dem Zugriff des bösen Staates zu schützen. Ja, wenn der Staat so böse ist, dann kann er ja neben einem Konto vielleicht auch ein Haus oder Gold fänden, oder? Also die wirkliche Motivation, dieses Geld in andere Sachwerte umzutauschen und als Wertspeicher zu deklarieren, erschließt sich mir ehrlich gesagt nicht. Zumal auch noch die Rede davon war, dass das Geld dafür benutzt worden ist, um den Vorgarten von Herrn Dr. Fuellmich auf Trab zu bringen. Was daran ein Wertspeicher sein soll, würde ich dann gerne erfahren. In meinen Augen ist die Umgestaltung eines Vorgartens jedenfalls kein Wertspeicher.

Und so dreht sich die Corona Szene letzten Endes um sich selbst. Inzwischen traut keiner dem anderen mehr. Spendengelder wurden unfair verteilt. Und man schaut jetzt Woche für Woche, anstatt den Corona Ausschuss, regelmäßig bei einem großen Gerichtsprozess gegen Reiner Fuellmich alias Blake Carrington vorbei. In der Sache, liebe Freunde, wird uns dies natürlich keinen einzigen Schritt weiterbringen, genauso wie die „Class Action“ Sammelklage vom großen Verbraucher Rechtsanwalt aus Göttingen.

Nicht unerwähnt möchte ich jedoch lassen, dass die Aufklärungsarbeit, die Fuellmich leistete, auf jeden Fall bemerkenswert gewesen ist. Ob sie hingegen Millionenwert gewesen ist, kann jeder selbst beurteilen, und wenn sich dann Widerständler noch um Geld streiten, dann wird es eigentlich schon wirklich lächerlich und dann zweifle ich auch an einer ehrlichen und aufrichtigen Motivation, eine solche Arbeit zu leisten. Wobei Fuellmich ja immer bemerkte, er sei ja nach Deutschland gekommen, weil seine Frau ihn darauf aufmerksam gemacht hatte was läuft. Nun ja, vielleicht ist er auch eher nach Deutschland gekommen, um mit der ganzen Sache Geld zu verdienen, denn der Ausschuss war von Anfang an sein Plan und in den Dienst der gemeinsamen Sache, beispielsweise bei Anwälte für Aufklärung, wollte er sich ja auch nie stellen. Ebenso wie der „Mallorca Anwalt“, Ralf Ludwig, der mit Klagepaten und ZAAVV immer seine Extra-Würste gebraten hat.

Unter dem Strich, egal wie der Prozess nun endet, ist der Bewegung ein großer Schaden entstanden, hinsichtlich dem Vertrauen in die Menschen und natürlich auch dadurch, dass Geld was für die gute Sache gedacht war, dieser einfach nicht zu Gute gekommen ist. In meinen Augen ist das ganze inzwischen auch zu einer Soap verkommen, wie damals beim Denver Clan – nun haben wir den Corona Clan. Mit Aufklärung hat das alles aber längst gar nichts mehr zu tun, allenfalls mit Unterhaltung.

Published On: 27-Mrz-2024Views: 3911792 words

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